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Unterwegs zu den Spuren des Vulkans

Das Kolping Vogelsbergdorf liegt direkt am erloschenen Vulkan des Vogelsbergs. Um diesen zu erkunden gibt es verschiedene Wege, sei es in unseren Familienferienfreizeiten als Vulkanforscher oder auch auf eigene Faust zur Lava die zu den Basaltfelsen erstarrt ist.

Der Diebstein. Bild: Christina Marx

Daher machen wir uns auf zur

FELSENTOUR HERBSTEIN

Felsbrocken in allen Größen sind das Leitthema dieser Tour: zu Basalt erstarrte Lava – Zeugnis des lange erloschenen Vulkans. Der Weg erschließt drei große Basaltdurchbrüche. Dazwischen gibt es liebliche Wiesenlandschaften, kleine Teiche und schöne Ausblicke sowie geschichtsträchtige Grenzsteine am Wegesrand – Vulkan Vogelsberg pur.

Wegbeschreibung:
Direkt ab dem Kolping Feriendorf verläuft der Weg zunächst auf der ehemaligen Grenze zwischen dem Fürstbistum Fulda und dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt. 200 Jahre alte Grenzsteine flankieren die Strecke bis zum Ende des Waldes. Hier ist ein guter Ort für eine kleine Pause, zur Besichtigung der Kreuzkapelle und wegen der schönen Aussicht auf Herbstein.

Nächstes Ziel sind die Schalksbachteiche, bekannt für geschützte Pflanzen und als Rast- und Brutplatz seltener Wasservögel. Nach der Querung des „Heiligenwaldes“ windet sich der Weg, flankiert von Lesesteinwällen und Gehölzriegeln, durch den weiten Seifengrund.

Im harmonischen Wechsel von Wald- und Wiesenlandschaften geht es dann zum „Diebstein“ (570 m), der höchsten Stelle der Tour. Der Pfad verläuft unterhalb der eindrucksvollen Felsenformation. Von da aus führt ein Feldweg quer durch Lanzenhain, ein typisches Vogelsbergdorf mit liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern und einem Bach mitten im Ortskern.

Östlich von Lanzenhain geht es dann in einen Buchenmischwald, durchsetzt von Basaltblöcken. Stellenweise ein richtiger Urwald, wo umgestürzte Bäume liegen bleiben, langsam mit Pflanzen überwuchern und Lebensraum bieten für viele Insekten, Pflanzen und Tiere. In seinem Zentrum befindet sich der „Burgfrieden“, eine weitere mächtige Basaltformation, umgeben von einem Basalt-Blockmeer.

Der Rückweg führt durch eine kleinräumige Wiesenlandschaft, vorbei an einem Teich, durch eine lange Allee erhabener alter Linden und über Wege mit herrlichen Aussichten auf die charakteristische Silhouette von Herbstein, das auf einem ehemaligen Vulkanschlot thront.

Ein Erlebnis ist die Querung eines quirligen Wiesenbaches, dem Eichhölzchen-Wasser im Aspertzer Grund. Nach der Schneeschmelze braucht man für die Furt lange Beine oder man muss ein Weilchen nach einer guten Übergangsstelle Ausschau halten …Das letzte Highlight ist der Basaltdurchbruch „Felsenruhe“. Er bildet eine riesige Stufe im Wald. Der Basalt ist hier in kompakten großen Felsen erstarrt, die durch die Erosion abgeschliffen und gerundet wurden. Dann geht es über den Grenzweg wieder zum Ausgangsort.

Übersicht:
19 km | 5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: mittel
Eine Karte zur Wanderung finden Sie auf dem Wanderportal des Vogelsbergs.

Start:
Wanderportal am Parkplatz Kolping Feriendorf Herbstein, Adolph-Kolping-Str. 22·

Laufvariation:
Am Waldrand des „Hohbalz“ zweigt ein Feldweg nach links ab. Auf diesem gelangt man nach ca. 500 m auf den Höhenweg hinter dem Birkenhof. Über diese kleine Spange lässt sich der Weg für Kurzwanderer in 2 kleinere Runden teilen und entsprechend in 2 Etappen (12,8 km und 7,6 km) laufen.

Zubringerweg:
Bei Anreise mit Vulkan-Express-Bus oder mehreren PKWs ist der Einstieg ab Parkplatz VulkanTherme empfohlen. Ab hier ist ein 300m langer Zubringerweg bis zur Kreuzkapelle möglich.