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Familienspaß im Schnee – Auf die Piste, fertig, los

Im Winterurlaub wird’s für Familien garantiert nicht langweilig: Zusammen auf dem Schlitten die Piste hinuntersausen, Tierspuren im Schnee entdecken und mit Schneeschuhen durch eine glitzernde Landschaft stapfen …

In der letzten Nacht war Frau Holle fleißig. Mit gut 20 Zentimeter Neuschnee hat sie das Allgäu in eine Märchenlandschaft verwandelt. Strahlend blauer Himmel, dazu Sonne, die den Schnee zum Funkeln bringt. Oder sind es die Augen der kleinen Feriengäste, die gerade ihre Nasen an die Fensterscheibe von der Familienferienstätte „Allgäuhaus“ drücken und staunen: „Boah, sooo viel Schnee!“ Schnell die Schneehosen an, Pudelmütze auf und schon geht’s los – raus in den Schnee, rein ins Vergnügen!

Rodeln ist angesagt!
Denn gleich steht eine rasante Rodelpartie auf dem Programm. Juchuuu, darauf freuen sich nicht nur die Kinder. Auch die Eltern können es kaum erwarten den Hang hinunterzusausen. „Das letzte Mal, dass ich auf einem Schlitten gefahren bin“, überlegt Susanne, „ist schon zwanzig Jahre her, mindestens!“ Sie und ihr Mann Peter machen mit ihren Kindern zum ersten Mal Urlaub im Schnee. „Wir wollten auch mal richtig viel Schnee haben“, sagt Lea (7). „Und Schlitten fahren!“, ruft Julian, ihr kleiner Bruder. „Ob das mein Steißbein aushält?“, fragt sich sein Vater.  „Die schlechteste Naturrodelbahn haben wir gleich vor der Haustür“, lacht Gerwin Reichart, der das Allgäuhaus leitet, und seine Gäste deshalb lieber auf den Imberger Horn  schickt, wo es gleich drei Rodelbahnstrecken zur Auswahl gibt. Nicht zu steil, aber mit jeweils drei Kilometer ordentlich lang. Doch Familie Fischer fährt zum Mittag, der seinen Namen alle Ehren macht und die Sonne am Mittag über den Gipfel scheint!

Noch schnell ein „Holadaittiiiii“ geschmettert und dann gibt’s für die Fischers kein Halten mehr: Sie rasen mit ihren Schlitten die Mittagbahn hinunter. Über fünf Kilometer bergab. 24 Prozent Gefälle. Höchsttempo 54 km/h. *kreisch*. Die Kinder jubeln, während ihre Mama Stoßgebete gen Himmel schickt und ihr Mann sich plötzlich wieder wie zwanzig fühlt – sein Steißbein ausgenommen. Und als die Familie wohlbehalten mit roten Wangen und leuchtenden Augen ins Ziel rutscht, sind sich Papa und die Kinder einig: Am liebsten gleich noch mal!

Viel Spaß im Schnee mit und ohne Ski
Beim Stichwort „Winterurlaub“ denken die meisten ans Skilaufen. Das ist für Familien oft eine kostspielige Angelegenheit. „Bei uns kann man natürlich auch Skifahren. Sowohl Alpin- als auch Langlaufski“, sagt Gerwin Reichart, denn Wertach hat 27 Kilometer Langlaufloipen mit Anschluss an alle umliegenden und eine ist in unmitttelbarer Nähe des Hauses. Und das Skigebiet am Buron liegt nur fünf Minuten mit dem Auto vom ‚Allgäuhaus’ entfernt.

„Wer mit Kind in den Skiurlaub fährt“, gibt DSV-Sicherheitsexperte Andreas König zu bedenken, „kann nicht fünf Tage am Stück Skifahren.“ Darauf sollten Eltern schon achten und auf die Bedürfnisse der Kleinen Rücksicht nehmen. Neben Skifahren und einer rasanten Rodelpartie – ein Muss für jede Familie – gibt es zahlreiche andere Aktivitäten, „um das Medium Schnee in mit allen Sinnen und all seinen Facetten zu erleben“, so König: „Herumtollen, Fußspuren machen, sich einen Hang hinunterkullern, Eiszapfen lutschen und mit seinem Kind mal einen Schneemann bauen und merken, dass Schnee fluffig und weich ist, aber durchaus auch fest und hart werden kann – der Winterurlaub eignet sich bestens dafür, seine Umwelt mit offenen Augen wahrzunehmen und als Erwachsener wieder Kind zu werden.“

Trends in Weiß für Groß und Klein
Einen Waldspaziergang finden Kinder oft „voll langweilig“, wie Lea sagt. Als die 7-Jährige jedoch hört, dass sie und ihr Bruder im Wald Detektiv spielen und Spuren im Schnee finden müssen, da sind die beiden hellauf begeistert. Zusammen mit Diplom-Biologe Dr. Michael Schneider begeben sie sich auf die Suche … „Auf Schneeschuhen gehen wir durch unterschiedliche Lebensräume, über eine Viehweide, am Bach entlang und durch den Wald“, erklärt Dr. Schneider, der bei der Exkursion (für Kinder ab sechs Jahre, www.odsfm.com) anhand von Knospen, Borken und ihrer Gestalt Bäume bestimmt. Dann entdeckt Lea als erste eine Spur im Schnee. Jippieee. Vielleicht von einem Wildschwein? „Oder ein Fuchs?“, überlegt Julian. Es war ein Hase, der hier vor nicht allzu langer Zeit entlang gehoppelt ist. „Spuren von Reh, Hase, Eichhörnchen und anderen Tieren sind besonders faszinierend“, weiß der Biologe, der sowohl Art und Größe eines Tiers, seine Gangart, die Geschwindigkeit und Laufrichtung ablesen kann. (Infos und Anmeldung Tel. 08365 7990, Hotel Pfeiffermühle).

Schneeschuhwanderungen liegen nicht nur in Wertach im Trend. Auch bei den Familien des „Haus Zauberberg“ in Pfronten sind sie angesagt. Eisstockschießen, Schlittschuhlaufen und die Pferdeschlittenfahrt durch die verschneite Landschaft, sind Muss, wenn man hier oder dort im Winter Urlaub macht.